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Die zwei Seiten


DER WEISE BAUER

aus China

Es war einmal ein armer Bauer, der einen Sohn hatte und ein Pferd, sein einziger Besitz. Eines Tages verschwand das Pferd. Ohne seine Hilfe konnte er seinen Acker nicht bestellen. Das ganze Dorf bemitleidete ihn: „Ach du ärmster, was für ein Pech du hast, du hast dein Pferd verloren“.

Jener aber antwortete ihnen: „Ob gut oder schlecht, niemand weiß es“.

Sein Sohn machte sich auf den Weg und kehrte nach vierzehn Tagen mit dem Pferd und fünf weiteren wilden Pferden zurück. Jetzt beneideten ihn die Dorfmitbewohner und sie sagten zu ihm: „Welch ein Glück du hast, du hast nun so viele Pferde“.

Jener aber sagte ihnen: „Ob gut oder schlecht, niemand weiß es“.

Sein Sohn fing an auf den wilden Pferden zu reiten, aber eines Tages fiel er vom Pferd und brach sich das Bein. Die Bewohner des Dorfes bemitleideten wieder den Bauern und sagten zu ihm: „Was für ein Pech du hast. Wenn die wilden Pferde nicht gewesen wären, wäre dein Sohn jetzt gesund“.

Der weise Bauer sagte: „Ob gut oder schlecht, niemand weiß es“.

Ein Krieg brach aus und alle Bauernsöhne mußten eingezogen werden, außer dem, der sich das Bein gebrochen hatte.

Die Bewohner des Dorfes beneideten wieder den Bauern: „Welch ein Glück du hast. Dein Sohn kann zu Hause bleiben“.

Darauf erwiderte der weise Bauer: „Ob gut oder schlecht, niemand weiß es“.

...

Niemand weiß genau, was passiert, wenn wir eine Entscheidung treffen oder einen Weg einschlagen. Das Ergebnis kann nie eindeutig bestimmt werden. Auch schwierige Situationen können sich so verändern, dass es eine andere Seite, eine positive Wendung gibt. Wer weiß dies schon im Vorfeld.

Was bleibt: mit vollem Herzen ein "ja" auf dem Weg, den wir gehen.

Im Vertrauen bleiben und den Blick für die zwei Seiten nicht verlieren.

Alles Liebe, Mandy



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